Fundraising-Training für politische Projekte

Aus Projekthaus Döbeln
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Das Fundraising-Training findet in ähnlicher Form seit 2008 (normalerweise) jährlich statt. Das Konzept baut auf praktischer Arbeit der Teilnehmer*innen auf und ist mit einem ausführlichen Einführungsteil am Anfang sowie vielen eingestreuten Theorieblöcken im weiteren Verlauf gespickt. Mehrere Coachs betreuen die Antragerstellung, geben Tipps und Anregungen und helfen einen qualitativ hochwertigen Antrag zu entwerfen. Anders als bei anderen Weiterbildungsangeboten dieser Art geht es hier darum nicht an einem fiktiven Projekt zu arbeiten, sondern einen ganz realen Antrag für ein eigenes Projekt zu schreiben. Mensch lernt also nicht nur, sondern macht konkrete Schritte für ein eigenes Projekt.

Das Trainingskonzept wurde kontinuierlich verbessert (so hoffen wir) und bildet unseren Erfahrungen nach inzwischen nahezu das Optimum für diese Veranstaltung. Das Feedback aus den einzelnen Seminaren fließt in die weitere Gestaltung des Programms ein, so dass wir hoffen es weiter im Detail optimieren zu können.

Da diese Trainings in der Vergangenheit oft überbucht waren empfehlen wir uns bei Interesse am Fundraising-Training frühzeitig zu kontaktieren! Wir sind dabei auf verbindliche Anmeldungen angewiesen, damit Seminarplätze anderen Interessierten nicht wegen kurzfristiger Absagen (oder Wegbleiben ohne Absage) bzw. nur teilweiser Teilnahme versagt werden.


Die Infoseiten der folgendenden Fundraising-Trainings sind auf dieser Internetseite zu finden. Diese enthalten die spezifischen Details der jeweiligen Veranstaltungen sowie deren Dokumentation:


Hilfsmittel zum Fundraising-Training

  • Sammlung von Infos und Links zu einzelnen Förderprogrammen im Finanzierungspool (leider teilweise veraltet)
  • Finanzpool-Mailingliste zur gegenseitigen Hilfe bei Förderanträgen und zu Finanzierungsideen


Über das Fundraising-Training

In diesem Seminar könnt ihr lernen Förderanträge für eure Projekte zu beantragen. Es beginnt am ersten Tag mit einer Einführungsveranstaltung in das Thema "Geld beschaffen für politische Arbeit". Danach läuft der vertiefende Teil, in dessen Rahmen ihr einen eigenen "großen" Förderantrag stellt. Die Anträge, an denen ihr arbeiten werdet, sind "echte" Projekte - ihr könnt sie im Anschluss einreichen und so vielleicht eure Vorhaben mit finanzieller Förderung umsetzen. Unterstützt werdet ihr dabei von erfahrenen Coachs, die sowohl theoretische Einblicke in das Thema "Fundraising" geben, als auch euch bei euren Förderanträgen helfen.

Bei der Einführung geht es konkret darum, welche Geldtöpfe gibt es, wie unterscheiden die sich prinzipiell, woher bekommt mensch sonst so Geld für Projekte. In der Vertiefung werdet ihr eine Projektskizze erstellen, Haushaltsplan entwerfen, Formulare ausfüllen, Förderrichtlinien lesen. Dabei in kleinen Gruppen oder auch einzeln die Anträge erarbeiten; immer in Begleitung durch Leute mit Erfahrung im Fundraising-Bereich... Zum einen soll dieser Workshop dazu beitragen, dass mehr Leute befähigt sind Gelder für Projekte zu beschaffen - denn wenn wir wollen, dass immer mehr Menschen ihr Leben selbst in die Hand nehmen und weniger abhängig von Jobzwang, Arbeitsamt o.ä. sind, müssen wir unsere Fähigkeiten erweitern und damit unseren Handlungsspielraum vergrößern. Andererseits soll die Gelegenheit direkt genutzt werden, um weitere Fördermittel für reelle Projekte zu beschaffen. Es gibt eine Vielzahl potenzieller Förderinstitutionen, die angefragt werden können... Das Seminar dauert insgesamt neun Tage - dann sollen die Anträge möglichst komplett sein. Es kann aber sein, dass ihr auch danach noch an euren Texten und Unterlagen arbeiten müsst - stellt euch also darauf ein euch auch nach dem Seminar noch etwas Zeit für euren Antrag nehmen zu können. Bitte meldet euch rechtzeitig an, damit wir wissen für wieviele Personen Unterbringung und Verpflegung organisiert werden müssen. Wenn möglich teilt uns auch gleich noch mit wieviel Vorwissen ihr zum Thema Fundraising habt und ob ihr schon Ideen habt, für welches Projekt ihr Geld beantragen wollt - das erleichtert uns die inhaltliche Vorbereitung des Seminars.


Beipackzettel

Unser Fundraising-Training für politische Projekte bietet eine sehr besondere Gelegenheit zum intensiven Lernen und effektiven Arbeiten. In der Vergangenheit gab es in den Rückmeldungen der Teilnehmer*innen einige Hinweise zu Umständen, mit denen es Menschen nicht gut ging. Auf einige können wir eingehen, und versuchen sie zu verändern. Einige Dinge lassen sich nicht verändern, und wir versuchen sie euch deshalb hier zu schildern, damit ihr für euch entscheiden könnt, ob ihr euch eine Teilnahme unter diesen Bedingungen vorstellen könnt. Wir wollen euch damit nicht abschrecken, aber mögliche anstrengende Erfahrungen vermeiden.

Das Training hat einen straffen und umfangreichen Zeitplan. Wir beginnen jeden Tag um 8 Uhr mit dem Frühstück und der Tag endet abends je nach euren Möglichkeiten um 21 oder 23 Uhr. Wir möchten euch motivieren und unterstützen, in dieser Zeit einen eigenen Förderantrag fertig zu stellen, so dass ihr ihn nach dem Training einreichen könnt. Das ist viel Arbeit, und kann zwischendurch auch ganz schön Druck aufbauen. Es ist wichtig, dass ihr in diesem Prozess auf euch selber achtet, und euch z.B. selbständig Pausen nehmt. Wir werden viel am Computer arbeiten, nicht alle vorhandenen Arbeitsplätze sind sehr ergonomisch - wer spezielle Bedürfnisse beim Sitzen und Schreiben hat sollte sich mitbringen was sie*er dafür braucht.

Zum Konzept des Trainings gehört es, dass wir, die Coaches, nur für den inhaltlichen Teil des Seminars zuständig sind. Alle reproduktiven Aufgaben übernehmt ihr in der Gruppe gemeinsam: Kochen, Abwaschen, Saubermachen, Lebensmittel besorgen/ ggf. Containern und vor allem euch darüber einigen wer welche Aufgabe wann übernimmt.

Das Projekthaus in Döbeln ist ein kleines feines Häuschen im Grünen. Die Schlafgelegenheiten werden kollektiv sein (es gibt 2 Räume), einer ist gleichzeitig unser Seminarraum der andere ein Durchangszimmer. Je nach Wetter könnt ihr den Garten zum Zelten nutzen, und es gibt 2-3 Stellplätze um in eigenen Fahrzeugen zu übernachten. Es gibt wenig/bis keine räumliche Möglichkeiten für individuellen Rückzug, und wir werden generell viel Zeit "nah beieinander" verbringen. Es gibt zwei kleine Küchen und angrenzende Ess- und Wohnzimmer. In beiden werden wir beim Essen und Arbeiten zusammenrutschen, damit alle rein passen. Oft bildete diese räumliche Enge einen Grundstein für ein intensives und sehr besonderes Gruppengefühl, es kann aber auch anstrengend sein.

Eine weitere Einschränkung stellt die sehr begrenzte Internetverbindung dar. Bitte klärt möglichst viel im Vorfeld mit euren Gruppen zuhause ab - Skypekonferenzen und intensives Hin- und Herschicken von Dokumenten werden nicht möglich sein. Da auch das Mobilfunknetz nicht sehr viel hergibt, können wir an dieser Situation leider auch individuell nichts ändern.